Ja, ich schätze auch, dass die rasende Geschwindigkeit und die Reizüberflutung durch immer mehr Infos und Wandel Menschen schlicht überfordert und das Hirn sich eben einen Exit sucht.
Was man aber nicht vergessen darf, ist, dass auch die Infos über psychische Erkrankungen und deren veränderter Status sich deutlich seit 1990 geändert hat. Da war ein 'Psycho' ein total Durchgeknallter, den man entweder verspotten oder fürchten konnte. Als Sucht kannte man nur die bösen bösen Drogen, die Erlebnisse, die zum Ausbruch psychischer Erkrankungen geführt haben, wurden als normal abgetan (ein Satz hinter die Ohren hat ja noch nie geschadet und sexuelle Gewalt ist eigentlich ganz im Sinne des Opfers. Wir sind alle mal traurig, jetzt reiß dich mal zusammen oder trink dir einen). Posttraumatische Belastungsstörungen, Panikattacken, Borderline? Nie gehört.
Also ist mal wieder die Frage: gibt es mehr Fälle oder mehr Sichtbarkeit?