Hui ein Lehrer Diskussions Thread:
Mein Eindruck (und ich hab auch Lehrer in der Familie) ist, dass die Lehrerschaft sehr heterogen ist. Es gibt die mega engagierten Lehrer, die deutlich mehr machen, als sie müssten. Da werden noch AGs und Ausflüge etc. organisiert. Gefühlt sind das dann die Lehrer, die irgendwann ausgebrannt sind. Dann gibt es die Lehrer, die "Dienst nach Vorschrift machen". Ich zitiere mal einen Englischlehrer aus dem Bekanntenkreis: "Ich geb nur Scheiß Themen für die Facharbeit aus, dann muss ich weniger korrigieren." An meinem Gymnasium hätte den Job des Sozialkundelehrers auch der Hausmeister machen können. Er hat nur seine uralten (hand-geschriebenen) aufgelegt, runtergebetet und abschreiben lassen.
Ich meine auch, dass die Rektoren einen gewissen Schnitt bei den Bewertungen erreichen müssen. Es gibt also per Definition keine Schulen, mit besonders guten Lehrern. Ich glaube es lohnt sich auch nicht wirklich sich zu engagieren. Zumindest monetär kommt da nichts rum. Aber auch sonst gibt es keine großen Belohnungen oder Karrieremöglichkeiten für gute Lehrer.
Es ist für mich auch unverständlich, warum die Lehrer an Gymnasien, mehr verdienen als die Lehrer an Grundschulen.
Inklusion mag ja ein gutes Konzept sein. Aber es scheint mit eher eine verkappte Sparmaßnahme zu sein. Die (Regelschul-)Lehrer bekommen zwar Schüler, die Förderbedarf haben. Allerdings gibt es keine Unterstützung. Ist natürlich ein super Sparkonzept. Anstatt die Schüler in kleine Klassen an Sonderschulen zu stecken, verteilt man die auf die Regelschulen. Sonderschullehrer sind übrigens höher eingruppiert, als "Standard"-Lehrer.
G8 ist auch so ein tolles Thema. Die heutigen Kinder, dürfen voraussichtlich bis sie 70 sind arbeiten. Da kommt es auf ein Schuljahr mehr nicht an. Außerdem machen ja viele (zu Recht) erst mal ein Gap Year nach dem G8. Den Betrieben und Unis sind die Leute auch eigentlich auch zu jung. Aber es spart natürlich Lehrer, wenn man eine Stufe streicht.
So fällt mir gerade nix mehr ein, gibt sicher noch mehr.