Sodele….die Hinfahrt (das war ja Challenge Nr1) hat gut geklappt, ich war in knapp 2 Stunden in Hamburg und habe sogar ca 100m von Start/Ziel einen kostenlosen Parkplatz gefunden.
Ich war sehr pünktlich, habe kurz noch im Auto gefrühstückt und bin dann aufs Gelände gegangen. Weil es so furchtbar geschüttet hat, habe ich mir am Merch-Stand eine Plastikhülle in kleidsamem Quietschgelb gegönnt.
Um 8 sind wir gestartet. Wie üblich drängte es sich erst mal sehr, aber es war auszuhalten.
Es plesterte weiter so vor sich hin und das plus der furchtbar laute Straßenverkehr gingen mir ziemlich auf den Keks. Optisch fand ich genug Schönes, aber soviel Lärm in Nass um die Uhrzeit waren Grund genug, erst mal mich nicht mit Mittätern auszutauschen.Dazu kam, dass ich irgendwie ständig pinkeln musste (ein Hoch auf die Zwischendurch-Dixies). Darum habe ich sehr wenig getrunken auf dem gesamten Marsch, nur immer mal etwas warmen Tee bzw später Wasser aus dem Thermobecher. Wahrscheinlich bin ich doch ein Reptil und habe die Luftfeuchtigkeit absorbiert🦎
Bei ca Kilometer 11 gab es den ersten VP und ich habe Heißwasser und ein Brot mit Hummus, ne halbe Banane und ein paar Erdnüsse aufgenommen. Ab ca Kilometer 15 wurde der Regen weniger und wir waren mehr auf Nebenstraßen unterwegs. Das fluppte dann deutlich besser. Beim nächsten VP war ich froh über meine Eigenverpflegung… außer Getränken und Süßkram gab es nur Tomaten, Maiskölbchen aus der Dose und buntgekochte Eier🙄 Ich habe dann meine Seitanbifi weggenascht, plus einen Apfel. Es wurde dann richtig schön. Die 20km waren schnell im Sack und ich traf jemanden, mit dem ich locker die Zeit weggequatscht habe (lieben Gruß an Unbekannt, ich hoffe, ihr habt es abends zum Vietnamesen geschafft). Leider wollte er am nächsten VP lange pausieren und ich lasse ja nur kurz ab und tanke auf. Es gab Tomatensuppe🤩 Dazu noch ne halbe Banane und ne weitere Packung Nüsse. Ich war flott unterwegs und genoss die Aussicht auf mal Waldweg, mal Fluss und schöne Häuser. Zack, die 30 gekillt. Und die 40, bei der ich mir ein Gel genehmigte. Am Hafen gab es dann 7km vor dem Ziel überraschend noch einen VP, bei dem ich mir ein veganes Hotdog und frisch heißes Wasser geschnappt habe. Die Stimmung war glänzend. Kurz vor dem Ziel schaute ich auf die Uhr und stellte fest, dass es 17:52 war…also gab ich noch mal Gas, schlängelte mich flux durch die anderen (die hatten gar nicht so viel Gegenwehr) auf den wieder engen Wegen und kam eine Minute vor sechs ins Ziel😊 Medaille und Stempel (jaa, ich gebe zu, seit dem letzten Marsch sammel ich die) eingesammelt, letzter Dixibesuch und sieben Minuten nach Zieleinlauf machte ich mich auf den Weg zum Auto. Das heiße Wasser wurde in den vorbereiteten Becher mit Getreidekaffee gefüllt (mit Zimt oder Kardamom geht das tatsächlich als Zielkaffee durch), einmal die Oberbekleidung und die Schuhe gewechselt und dann ging es wieder ziemlich flüssig nach Hause. Mein Arschlochknie zickte etwas und der Schuh hatte auf der gleichen Seite das Schienbein geärgert… ich hatte wieder wohlweislich die wasser- und schlammdichten ZAQQs angezogen, in meinen stoffigen Merell-Barefoots wäre das böse geworden. Ab 15 Grad sind die ZAQQs wunderbar, darüber kochen die Füße (ich habe mir ein Paar Halbschuhe bestellt, die werden demnächst getestet; die Sohle ist einfach deutlich haltbarr, die Merell Gloves sind nach einem Jahr Slicks).
Heute geht es gut, die 6km Fahrrad vorhin waren kein Problem. Etwas steife Fußgelenke- nach zwei Schritten geht das- und die eine Ferse ist etwas rauh. Und ich habe gestern zuhause nicht genug Flüssigkeit nachgetankt… ich hatte noch nie wie heute morgen gespürt, wie nach ein paar Schlucken Wasser sich die Augäpfel befeuchten 😬
Dei Landschaft war sehr abwechselungsreich. Ich bekomme es nicht mehr chronologisch hin, aber wir hatten Elbe, Alster, Schrebergärten, Waldwege, Hauptstraßen. Sind direkt an der Elphi und der wunderschönen Rickmer Rickmers vorbei gegangen.Es gibt sehr viele schnuckelige kleine Häuschen, genauso wie Prachtvillen und Ranzecken. Unglaublich viele Brücken mit ebenso vielen Stufen.
Es war ein gutes Event (gerade zum Start) und ich meine, mein 13. Ultra (ich muss demnächst noch mal rechnen). Jetzt ist erst mal etwas Pause und im Mai warten dann zwei 50er (Hannover und Bremen)